Sie sollten kontinuierlich überprüfen, welche Ihrer Verträge von Verspätungen oder Stornierungen betroffen sind oder sein können. Es ist wichtig, die einschlägigen Vertragsbestimmungen zu ermitteln, insbesondere solche in Bezug auf höhere Gewalt, Gesetzesänderungen, Meldepflichten bei Liefer- oder Produktionsproblemen sowie Verzögerungen und Rückstellungen mit unvorhersehbaren Folgen, wie garantierte Liefertermine oder gemeinsame Transportkosten. Damit Sie Ihre Rechte schützen und Ihren Verpflichtungen nachkommen können, sollten diese Bestimmungen rechtlich bewertet und gegebenenfalls zeitnah geändert werden. Immaterieller Schaden (1) Bei Schäden, die keinen finanziellen Schaden darstellen, kann eine Entschädigung nur in den gesetzlich festgelegten Fällen verlangt werden. (2) Soll eine Entschädigung wegen Körperverletzung, Gesundheit, Freiheit oder sexueller Selbstbestimmung gewährt werden, kann auch eine angemessene Entschädigung in Geld für Schäden verlangt werden, die keinen finanziellen Schaden darstellen. Im deutschen Zivilrecht gibt es keine gesetzlichen Bestimmungen, die sich ausdrücklich mit höherer Gewalt befassen (“Höhere Gewalt”). Viele Verträge und Verkaufs-/Einkaufsbedingungen sowie allgemeine Geschäftsbedingungen enthalten jedoch Bestimmungen über höhere Gewalt. Die inhaltliche Kontrolle (1) Bestimmungen zu allgemeinen Geschäftsbedingungen sind unwirksam, wenn sie den Vertragspartner des Nutzers in einer Weise unangemessen benachteiligen, die den Erfordernissen des guten Glaubens zuwiderläuft. Ein unzumutbarer Nachteil kann sich auch daraus ergeben, dass die Bestimmung nicht klar und nachvollziehbar ist. (2) Ein unzumutbarer Nachteil ist im Zweifelsfall anzunehmen, ob sich dieses Argument letztlich durchsetzen wird — es hat sich nicht im Ratssaal der Kommission durchgesetzt, die den Diskussionsentwurf überarbeitet — bleibt abzuwarten. [160] Strukturell würde das Gesetz mit dem in den Grundsätzen verfolgten Ansatz in Einklang gebracht. Denn sie behandeln Fälle von anfänglicher Unmöglichkeit in der Tat genauso wie andere Fehler. [161] Der Schuldner kann den Vertrag daher nur dann umgehen, wenn er zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht hätte wissen können, dass die Leistung für ihn oder objektiv unmöglich war.

[162] Anders als die BGB stellen die Grundsätze dem Gläubiger jedoch keinen Anspruch auf das Negativinteresse in dieser Situation. Die Position ist also die gleiche wie nach dem BGB, wenn 122 BGB nicht analog angewandt würden. Wo andererseits der Schuldner von der anfänglichen Behinderung hätte wissen können, kann er sich seiner Haftung für das positive Interesse nicht entziehen, indem er sich auf seinen Fehler beruft.